Veröffentlicht am: 20 April 2026
247TailorSteel Metall-Update: Entwicklungen für das 2. Quartal 2026
Einmal pro Quartal geben wir einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und Prognosen in der Metallbranche – als Orientierung für fundierte Entscheidungen. Diesmal im Fokus: das zweite Quartal 2026.
Preise & PMI’s




Die Indexzahlen stammen aus eigenen Einkaufsdaten. Die PMIs stammen von Trading Economics. Die Prognosen wurden von 247TailorSteel auf der Grundlage von Branchentrends sowie Gesprächen mit Servicezentren und Kunden erstellt.
Rückblick auf das vergangene Quartal
Im vergangenen Quartal sind die Stahlpreise vor allem aufgrund höherer Kosten für Energie, Rohstoffe und Transport gestiegen. Gleichzeitig bleibt die Produktion in Europa hoch, während die Nachfrage nur begrenzt wächst. Dies führt zu einem Überangebot auf dem Markt, sodass wir schlussfolgern können, dass der Preisanstieg vor allem kostenbedingt ist.
Auch bei Edelstahl stiegen die Preise weiter an. Dies ist auf hohe Rohstoffkosten, wie Nickel und Molybdän, in Kombination mit steigenden Schrottpreisen und rückläufigen Importen zurückzuführen. Aluminium verzeichnete den stärksten Anstieg, angetrieben durch anhaltende Nachfrage nach Elektronikprodukten, während das Angebot außerhalb Europas unter Druck stand.
Diesen Preisentwicklungen lagen mehrere externe Faktoren zugrunde. Die Energiepreise (Gas und Öl) sowie die Transportkosten stiegen an. Gleichzeitig sorgten geopolitische Spannungen im Nahen Osten und Störungen in der Aluminiumproduktion für zusätzliche Unsicherheit und Preisschwankungen. Auffällig ist, dass die PMIs relativ stark blieben, was auf eine stabilere Nachfrage als zuvor erwartet hindeutet.
Prognose für das nächste Quartal
Für die kommende Zeit erwarten wir, dass die Preise für Stahl, Edelstahl und Aluminium in den ersten Monaten noch weiter steigen werden. Dies steht im Einklang mit dem vergangenen Quartal, in dem höhere Kosten, eingeschränkte Importe und Störungen in der Lieferkette den Markt unter Druck setzten.
Gleichzeitig rücken europäische Maßnahmen wie CBAM und verschärfte Schutzmaßnahmen näher. Diese bringen zusätzliche Kosten mit sich und schützen zwar die europäische Produktion. Für die verarbeitende Industrie bedeutet dies jedoch, dass die Wettbewerbsposition unter Druck geraten könnte, insbesondere gegenüber außereuropäischen Märkten.
Das wichtigste Stichwort bleibt jedoch „Unsicherheit“. Geopolitische Entwicklungen, insbesondere im Nahen Osten, sorgen für Schwankungen, die schwer vorhersehbar sind. Nach den ersten Monaten bleibt die Richtung des Marktes daher ungewiss, was einen Ausblick nur eingeschränkt ermöglicht.
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Haftungsausschluss: Diese Aktualisierung dient als allgemeine Marktinformation und Beratung. Obwohl wir sie mit Sorgfalt zusammenstellen, können daraus keine Rechte abgeleitet werden.
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